Jeder nascht mal gerne. Und viele glauben, durch „gesundes Naschen“ mit Obst tut man dem Körper etwas Gutes. Allerdings ist in den meisten Obstsorten viel Fruchtzucker (Fructose) enthalten. Und die hat alles andere als einen guten Ruf. Doch zurecht?

Fructose gehört zu den Kohlehydraten und ist damit, wie die Glukose, ein wichtiger Energielieferant für unseren Körper. Es macht jedoch einen Unterschied, ob man Fruchtzucker über Obst oder via Lebensmittel wie Schokoriegel, Fruchtgummi oder Fruchtsäfte zu sich nimmt. Denn letztere sind meist mit industriell hochkonzentriertem Fruchtzucker gesüßt. Besonders beliebt ist Fructose oder Fructose-Sirup bei der Herstellung von Fertigprodukten und Frucht-Drinks.

Zucker 2. Klasse?

Wie böse ist Fruchtzucker

Die meisten Beeren enthalten nur wenig Fruchtzucker und sind damit zum Snacken zu empfehlen.

Während unser Körper Glukose sehr schnell ins Blut aufnehmen kann, wird Fructose erst über Umwege zur Energieproduktion genutzt. Körperzellen bevorzugen nunmal Glukose. Vielleicht ist aufgrund dieser Zweitrangigkeit auch der Ruf des Fruchtzuckers nicht sonderlich gut. Dabei hat er auch seine Vorteile: Reine Fructose ist doppelt so süß wie Glukose und kann daher beim Backen oder Kochen bereits durch Zugabe von geringen Mengen süßen. Der Nachteil: zu viel Fruchtzucker überlastet unseren Darm und kann Krankheiten wie Diabetes oder eine Fettleber fördern.

Fruchtzucker macht dick

Eine Studie aus den USA, unter Leitung von Peter J. Havel vom Institut für Ernährung der UC Davis, kam zum Schluss, dass Fruchtzucker besonders negative Einflüsse auf die Bauchfettproduktion hat. Bauchfett stellt ein besonderes Risiko für die Entwicklung von Krankheiten wie Diabetes oder Herzleiden dar. Zu hohe Mengen an Fruchtzucker machen also besonders in der Bauchregion dick. Wie aber kann man Fructose vermeiden?

Obst weglassen?

Wer Fruchtzucker reduzieren möchte, muss aber keineswegs auf Obst verzichten. Die Mengen an Fructose, die bspw. in Erdbeeren oder Pfirsichen enthalten sind, sind unbedenklich. Viel genauer sollte man beim Einkauf auf Fertigprodukte, Säfte und Limonaden oder Müslis schauen. Diese Produkte enthalten oft sehr hohe Dosen an Fruchtzucker. Die meisten Obstsorten enthalten neben Fruchtzucker auch wichtige Mikronährstoffe wie Antioxidantien. Der schlechte Ruf von Fruchtzucker ist also nicht unbegründet. Obst hingegen darf gegessen werden.

Zum Naschen empfehlen sich aufgrund ihres niedrigen Fruchtzuckergehalts z.B. Marillen, Erdbeeren, Heidelbeeren, Pfirsiche, Mangos und Papayas.

Autorin: Isabella Auer
Bilder: Pixabay

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