Ernährungsberatung braucht Qualität

Während Lebensmittel-Unverträglichkeiten laufend zunehmen und bereits mehr als 40% der ÖsterreicherInnen übergewichtig ist, versuchen viele durch eine Ernährungsberatung auf den gesünderen Weg zu kommen. Bei der Wahl der Beratung, sollte unbedingt auf die Qualität geachtet werden.

Die persönliche Ernährung ist für viele ein wichtiger Schlüssel zu Wohlbefinden und Gesundheit. Daher ist es nicht verwunderlich, dass immer mehr Österreicherinnen und Österreicher sich von Ernährungsberatern coachen bzw. einen Ernährungsplan zusammenstellen lassen. Wie der Verein für Konsumenteninformation (VKI) in einer aktuellen Studie nun herausfand, gibt es bei der Qualität der Berater enorme Unterschiede.

Ernährungsberatung im Test

Insgesamt wurden 16 Berater getestet. Dabei konnten die Ernährungswissenschaftler durch Fachkompetenz überzeugen. Auf der anderen Seite gab es aber auch Berater ohne geeignete Ausbildung. Im Test des VKI schnitten diese allesamt schlecht ab. Dies kann für Personen, die eine Dienstleistung von nicht fachlich ausgebildetem Personal beanspruchen durchaus gefährlich sein. Eine Empfehlung ohne wissenschaftliche Erkenntnis kann zu Verunsicherung oder gar zur Fehlernährung führen.

Die Qualitätssiegel des VEÖ sollen Konsumenten Sicherheit geben.

Krankheitsrisiko minimieren

Eine kompetente Ernährungsberatung bietet allgemeine Informationen auf wissenschaftlicher Basis und individuelle Entscheidungshilfen zu Fragen bezüglich Essverhalten oder Lebensmitteln. Daneben trägt sie zur Reduzierung von Risikofaktoren im Sinne der Gesundheitsförderung bei. So können Maßnahmen zur Vorbeugung von ernährungsbedingten Krankheiten wie Übergewicht, Diabetes oder Herzerkrankungen besprochen werden. Die Ernährungsberatung erfolgt dabei auf wissenschaftlicher Basis unter Berücksichtigung aktueller Forschungsergebnisse und Ernährungstrends.

Siegel gibt Sicherheit

Für Konsumenten ist es oft schwer zu erkennen, ob ein Berater eine qualifizierte Ausbildung hat oder nicht. Nur Personen, die ausreichend qualifiziert sind, dürfen Ernährungsberatungen anbieten. Ein Studium der Ernährungswissenschaften oder die Ausbildung der Diätologie berechtigen dazu. Dies ist über die Gewerbeordnung reglementiert. Das vom Verband der Ernährungswissenschafter Österreichs (VEÖ) 2017 etablierte Qualitätssiegel soll nun Konsumenten Sicherheit geben. Das Siegel wird ausschließlich an Ernährungsberater vergeben, die sich laufend fachlich weiterbilden sowie im Einklang mit den Standesregeln handeln.

Autor: VEÖ
Bilder: Pixabay | VEÖ

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