Bio-Lebensmittel boomen. Und auch Österreich boomt als Spitzenreiter im Bereich biologische Landwirtschaft innerhalb der EU. Inzwischen wird jeder fünfte Hektar Land biologisch bewirtschaftet.

Sowohl die Bio-Produktion als auch der -Absatz entwickeln sich im Gleichklang. Ob beim Fleisch, Eiern oder Milch – Bio-Produkte werden im Handel immer mehr nachgefragt. Das freut natürlich die österreichischen Bio-Bauern und lässt sie optimistisch in die Zukunft blicken. Gerade die letzten beiden Jahre zeigen einen deutlich positiven Trend: im Vergleich von 2015 auf 2016 stieg die Produktion von Bio-Hühnereiern um 4%, Bio-Milch um 5,5% und stolze 50% bei Bio-Masthühnern.

Bio ist beliebt

Immer mehr ÖsterreicherInnen greifen bewusst zu Bio-Lebensmitteln. Gründe dafür sind v.a. der Geschmack, die Transparenz in der Haltung von Tieren und Produktion der Bio-Lebensmittel sowie Klima- und umweltfreundliche Züchtung bzw. Produktion. Mit der steigenden Nachfrage muss auch die Landwirtschaft mehr Angebote schaffen. Österreich ist dies in den letzten Jahren gut gelungen.

Übersicht der Produktionsentwicklung von Bio-Lebensmitteln von 2013-2016 (Quelle: Bio Austria).

Übersicht der Produktionsentwicklung von Bio-Lebensmitteln von 2013-2016 (Quelle: Bio Austria).

Mehr Bio-Nutzflächen

Im Schnitt sind 2016 pro Tag fünf Betriebe neu in die Bio-Landwirtschaft eingestiegen. Insgesamt gab es im vergangenen Jahr in Österreich 21.820 Bio-Betriebe. Das entspricht einem Anteil von 19 % an allen landwirtschaftlichen Betrieben. Mit dem Anstieg der Betriebe wächst auch die biologisch bewirtschaftete landwirtschaftliche Nutzfläche konstant: 571.585 Hektar wurden 2016 biologisch bewirtschaftet, was einem Anteil von 22% der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche in Österreich entspricht.

„Damit ist sowohl die Zahl der Betriebe als auch die biologisch bewirtschaftete Fläche gegenüber 2015 um je fünf Prozent gewachsen. Mehr als jeder fünfte Hektar in Österreich wird mittlerweile nach Bio-Richtlinien bewirtschaftet.“

Bio-Austria Obfrau Gertraud Grabmann

Ökologisierung der Landwirtschaft

Und das Bio-Wachstum soll anhalten. Denn eine Ökologisierung der Landwirtschaft ist laut Grabmann dringend notwendig. Die Auswirkungen des Klimawandels sind besonders in der Landwirtschaft spürbar. Nicht selten gehen Ernteausfälle auf extreme Wetterphänomene zurück. Die Landwirtschaft ist aber global gesehen nicht nur Leidtragende, sondern auch Mitverursacher der Klimaveränderung. Die Landwirtschaft ökologischer zu gestalten und verantwortungsvoll mit Ressourcen umzugehen ist daher das große Ziel.

Autor: Lukas Winter | Bio-Austria
Bilder: Pexels | Bio-Austria

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